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In Memoriam – Edwin

gbwolf on Mrz 18th 2010

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Ein Edwin kommt selten allein

gbwolf on Feb 14th 2010

Es ist mal wieder so weit: Nach dem Abschmelzen von Edwin 1 und 2 hat es noch einmal geschneit und ich habe den Schnee auf dem Balkon zu einem Berg aufgeschüttet, um einen dritten Pinguin zu formen.
Ist natürlich mal wieder diese puderzuckerfeine Schnee, der nichts kann, außer auseinander rutschen (merkt man spätestens, wenn man sich draußen mal auf die Knie gelegt hat und im Neanderthal die Hänge runtersegelt). Also habe ich nach einer Ewigkeit des Klopfens und Auseinanderfallens meine Handschuhe ausgezogen. Geht natürlich viel besser, wenn man das Zeug anschmilzt und ich habe ein bisschen Liverecherche, wie sich erfrierende Finger anfühlen (taub dann schmerzhaft dann warm … weiter habe ich das dann nicht versucht).
Man sagt meiner Generation ja nach, dass sie nicht erwachsen werden will. Stimmt. Eigentlich nicht.
Wenn’s erwachsen ist, sich zu Ballermannmusik vollaufen zu lassen oder vor lauter Arbeit einen Herzinfarkt zu bekommen, dann baue ich meinen Stress lieber ab, indem ich aus Schnee Pinguine forme. Dann können meine Nachbarn sich vielleicht auch mal mit Lachen entspannen, statt mir Rauchen.
Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt :)

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Edwin II, der Pinguin

gbwolf on Jan 31st 2010

… oder wie aus einem Pinguin ein Schlossgespenst wurde.

Nach u.s Aussage bin ich von einem Kind schräg gegenüber beneidet worden, weil das keinen Schnee mehr auf dem Balkon hatte. Tja, kann ich nur sagen. So ist das Leben! Gestern Abend hatte ich auch keinen und heute isser wieder da.

Ansonsten gibt es noch Eimer, mit denen man das Zeug auf den Balkon tragen kann.

Edwin ist übrigens ein philosophischer Pinguin und das nicht nur angesichts der Tatsache, dass er ein früheres Ich besaß und das auch beweisen kann (im Gegensatz zu vielen Menschen). Sein Blick geht weit über Land, nie sieht er Grenzen außer dem gelben Sichtschutz. Nur Dächer voller Schnee, Weite und irgendwo am Horizont Strommasten, Köln, Schornsteinschlote von Bayer in Leverkusen und in Dormagen.

Da wird man nachdenklich über das Leben und deswegen hebt Edwin die Flügel, aber er kann nur auf eine Gedankenreise gehen. Denn selbst wenn er ein echter Pinguin wäre und keiner aus zusammengepresstem Firn, würde der Satz “Fliegen wie ein Vogel” auf ihn nicht zutreffen.

Deswegen denkt Edwin lieget über seine Form nach. Seine Form ist perfekt. Da hat die Natur mal wieder bewiesen, wie gerne sie sich an physikalische Gesetze hält, egal, ob so ein Pinguin aus Schnee oder aus Kohlenstoff ist (auch eion echter Pinguin besteht übrigens zu einem großen Teil aus Wasser). Große Köpfe auf kleinem Rumpf sind anfällig. Kleine Köpfe auf dickem Rumpf sind stromlinienförmig.

Dem Pinguin gehört die zukunft! Weg mit den Schneemännern, denen die runden Köpfe auf dem Hals abfallen, hin zu Figuren, deren Konturen ineinander überfließen!

Und über Giraffen reden wir im Sommer ;-)

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Dummligenz

gbwolf on Jan 28th 2010

Schnee, Tauwetter, Schnee, Frost. Draußen ist es seit Tagen spiegelglatt.

Man wird dieses Gefühl nicht los, die Welt möchte den Menschen etwas sagen: Rutscht mir doch den Buckel runter!

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Lesenszeichen: Lieblingsbücher 2009

gbwolf on Jan 21st 2010

So in der Rückschau habe ich 2009 mehr gelesen als ich eigentlich dachte.

Zeit, eine kleine Lieblingsliste zu erstellen (Reihenfolge bedeutet keine Wertung):

Euer schönes Leben kotzt mich an von Saci Lloyd: Jugendumweltroman zwischen Erwachsenwerden, Klimakatastrophe und völligem Wahnsinn.

Superschurken, Superhelden – der Rat des Bösen von Andy Briggs: Wann hat man schonmal die Möglichkeit eine Geschichte aus der Sicht der Guten und der Bösen zu lesen? Innovative Buchreihe für Jungs ab 10.

Tote Mädchen lügen nicht von Jay Asher: Faszinierend aufgebautes Buch über Schuld, Mitschuld und Wegsehen. Mobbing über die Grenzen des Todes hinaus.

Der ewige Krieg von Joe Haldeman: SF-Klassiker, der einem ganz schön auf den Magen schlägt.

Krieg der Klone von John Scalzi: Herrliche MilSF mit viel mehr Tiefsinn als der lockere Stil anfangs vermuten lässt.

Terror von Dan Simmons: Wow! Der Autor nimmt einen gnadenlos mit in Eis und Schnee und haut einem mit beiden Händen die Atmosphäre dieser Epoche um die Ohren.

Die Werwölfe von Christoph Hardebusch: Völkerfantasy abseits des seichten Durchmetzelns, eher eine klassische Erzählung vom Anfang des 18. Jahrhunderts.

Der Tag der Messer von Alexander Lohmann: Endlich mal ein dystopischer Fantasyroman, in dem alle gemein sind und sich nicht alles in Heiterkeit und Rollenspiel-Glückseligkeit auflöst!

Eine Kiste explodierender Mangos von Mohammed Hanif: Zia hätte das sicher nicht gefallen. Stilistisch herrliches Bubenstück, das man nicht aus der Hand legen kann.

Rupien! Rupien! von Vikas Swarup: Vorlage zu Slumdog Millionaire. Nicht immer brilliant geschrieben, aber mit sehr nachdenklichen Szenen.

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Endlich!

gbwolf on Jan 21st 2010

Nach dem tiefen Loch, in das ich nach der Buchmesse gefallen bin, habe ich in den letzten Wochen endlich an einem neuen Projekt gearbeitet. Exposé und (Kurz-)Leseprobe für einen Jugendthriller sind raus, an meine Agentur und ich fühle mich erleichtert, denn natürlich habe ich mir für 2010 vorgenommen, dass es endlich mit dem Verlagsvertrag klappen soll.

In Sachen Fantasy schwanke ich noch ein wenig zwischen verschiedenen Projekten und schreibe derweil an den Hasardeuren weiter. Immer diese Entscheidungen!

Weitere Schreibvorsätze sind natürlich wieder der Sturm auf die c’t (mein Lieblings-Österreicher und ich haben eine Wette laufen, wer dort mehr Absagen kassiert) und insgesamt soll es wieder mehr SF von mir geben. An Earth Rocks bin ich bei Versuch 1 knapp vorbeigeschrammt, dafür werden zwei meiner Geschichten bei Wurdack erscheinen. Immerhin schon mal kein schlechter Start.

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Worte im Kreis

gbwolf on Jan 16th 2010

Nein! Da geht es nicht um Leser, die im Kreis marschieren, weil sie in der Bücherei nichts finden. Unsere Kunden finden sich nach dem Umstellen einiger Regale wieder ganz gut zurecht.

Worte im Kreis ist die bereits angekündigte Anthologie mit Autoren aus dem Kreis Mettmann, die von Pia Helfferich herausgegeben wird.

Jetzt ist sie endlich da, mein Belegex. war im Briefkasten und sie hat sogar eine eigene Homepage bekommen: http://mettmann-anthologie.jimdo.com/

Immerhin weiß ich jetzt wieder, wie das mit dem Veröffentlichen geht ;)

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