Edwin II, der Pinguin
gbwolf on Jan 31st 2010
… oder wie aus einem Pinguin ein Schlossgespenst wurde.
Nach u.s Aussage bin ich von einem Kind schräg gegenüber beneidet worden, weil das keinen Schnee mehr auf dem Balkon hatte. Tja, kann ich nur sagen. So ist das Leben! Gestern Abend hatte ich auch keinen und heute isser wieder da.
Ansonsten gibt es noch Eimer, mit denen man das Zeug auf den Balkon tragen kann.
Edwin ist übrigens ein philosophischer Pinguin und das nicht nur angesichts der Tatsache, dass er ein früheres Ich besaß und das auch beweisen kann (im Gegensatz zu vielen Menschen). Sein Blick geht weit über Land, nie sieht er Grenzen außer dem gelben Sichtschutz. Nur Dächer voller Schnee, Weite und irgendwo am Horizont Strommasten, Köln, Schornsteinschlote von Bayer in Leverkusen und in Dormagen.
Da wird man nachdenklich über das Leben und deswegen hebt Edwin die Flügel, aber er kann nur auf eine Gedankenreise gehen. Denn selbst wenn er ein echter Pinguin wäre und keiner aus zusammengepresstem Firn, würde der Satz “Fliegen wie ein Vogel” auf ihn nicht zutreffen.
Deswegen denkt Edwin lieget über seine Form nach. Seine Form ist perfekt. Da hat die Natur mal wieder bewiesen, wie gerne sie sich an physikalische Gesetze hält, egal, ob so ein Pinguin aus Schnee oder aus Kohlenstoff ist (auch eion echter Pinguin besteht übrigens zu einem großen Teil aus Wasser). Große Köpfe auf kleinem Rumpf sind anfällig. Kleine Köpfe auf dickem Rumpf sind stromlinienförmig.
Dem Pinguin gehört die zukunft! Weg mit den Schneemännern, denen die runden Köpfe auf dem Hals abfallen, hin zu Figuren, deren Konturen ineinander überfließen!
Und über Giraffen reden wir im Sommer

