2010 hat ja nicht gerade schriftstellerisch angefangen, wenn man bedenkt, dass ich als erste Neujahrshandlung meine Tastatur geflutet habe. Kurz darauf ist sie dann übrigens an Rinderkraftbrühe verstorben. Meine Versuche, die angelaufenen Leiterbahnen freizu”radieren” haben ihr dann den Rest gegeben und ohne die untere Buchstabenreihe wollte ich nicht leben.
Leider habe ich das Foto des “Organspenders” nicht mehr, den ich mir für ein paar Euro besorgt habe, aber Leute, lasst euch eins sagen: Bestellt keine gebrauchten Tastaturen im Internet! “Gebrauchsfertig/TOP ZUSTAND” bedeutet nämlich, dass mindestens 10 Tasten kleben und der Vorbesitzer zur Hälfte unter den Tasten lebt – zur widerlicheren Hälfte. Da ich das vorausgesehen habe, hätte ich den Verkäufder eigentlich bitten können, mir einfach nur das Innenleben zu schicken, habe es dann aber lieber selbst ausgebaut. Wenn da einer was kaputt macht, dann kann ich das auch selbst erledigen.
Ein leichtes Stottern am w und am d sind allerdings geblieben.
Nun gut, für die ersten Veröffentlichungen des Jahres musste ich 2010 nicht tippen. Dann hat mich der Ehrgeiz gepackt, wieder einen Sturm auf die c’t zu versuchen und was soll ich sagen?
Es hat geklappt!
Natürlich freue ich mich jetzt wie ein Honigkuchenpferd und werde mir von dem Geld ein Netbook kaufen, um noch mehr schreiben zu können. Da die c’t einfach Klasse hat, kam das Heft exakt an meinem Geburtstag heraus.
Verfolgen wir meinen Schreiberling-Verdienst über die letzten Jahre, dann ist jedes Jahr eine Stelle dazubekommen. Das bedeutet dann für 2011 hoffentlich einen Romanverkauf.
Wobei … meine Einbildung hofft natürlich auf einen Bruch in der Reihe und auf einen Verlagsvertrag in 2010.
Aber das hat noch was mit Träumen zu tun. Viel realer ist es, dass in diesem Jahr noch einiges an SF von mir erscheint: Geschichte Nummer 2 in der Wurdack-Anthologiereihe, eine Geschichte zu einem David Bowie-Song, ebenfalls bei Wurdack, ein Steam-/Mythpunkprojekt bei Earth Rocks und eine Novelle bei Begedia (Wobei ich mich da mal ranhalten muss, damit der Herausgeber mir nicht bald mit dem Nudelholz auflauert).

Sehr, sehr schönes Jahr 2010. Braves Jahr. Bleibt hoffentlich so und bekommt dann auch was zum Nikolaus.
P.S.: Natürlich träume ich weiter von einem neuen CSS. Um mich davor zu drücken habe ich ein Fernstudium aufgenommen. Manchmal bin ich echt hart.