gbwolf on Nov 27th 2009
Ein kleines Mädchen (3) wird von seiner Mutter am Selbstverbucher warm eingepackt, um den Unbilden der stürmischen Welt draußen widerstehen zu können. Das Mädchen starrt derweil aus dem Fenster und macht sich Gedanken.
“Mama, da draußen ist ein Fuchs.”
“Jaja.”
“Warum kommt der Fuchs nicht in die Bücherei?”
Die Mutterkühl: “Weil er keinen Büchereiausweis hat.”
“Und warum hat er keinen Büchereiausweis?”
“Weil er seine Jahresgebühr nicht bezahlt hat.”
Meine Kollegin und ich haben Tränen gelacht. Sollten wir mal Argumente brauchen, warum man keine Tiere in die Bücherei mitnehmen darf, haben wir jetzt welche.
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gbwolf on Nov 25th 2009
Ok, ich war ziemlich abgetaucht. Nach dem Sommerloch (mit Stress in der Bib wegen dem Sommerleseclub) kam das allgemeine Herbstloch (mit Stress in der Bib, wegen der ganzen Bestellungen, Abschluss Sommerleseclub, voll, etc.) und anschließend das übliche Buchmesseloch. Wobei … das Buchmesseloch wird gerade etwas kleiner. Vielleicht gibt’s nochmal eine Chance für die Hasardeure, bevor ich weiter neue Sachen plane.
Jetzt habe ich mir vorgenommen, ein- bis zweimal die Woche abends um die Wildgehege im Neandertal zu latschen, was einfach sehr gut tut – vor allem hat man bei dem Wetter draußen die Welt endlich mal für sich alleine und wird nur ab und zu schräg von einem Auerochsen komisch angeschaut. Außerdem habe ich nach den Sommerferien mit einem Bollywoodkurs angefangen und auch wenn ich bei den Drehungen eher elend als elegant bin, macht es eine Menge Spaß.
Dann will ich mich mal öfter wieder melden, näh?
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gbwolf on Nov 8th 2009
Bücher können nicht ewig in einer Bücherei leben, jedenfalls nicht in einer ÖB. Spätestens nach 10 Jahren ist normalerweise Schluss, wenn Bindung, Kleber und Seiten bis dahin überhaupt noch leben.
Manche Bücher verstecken sich allerdings besser als andere. Irgendwann werden sie alle ergriffen und entweder in den Papiermüll wandern oder sie erhalten eine Chance auf dem Büchertrödel. Und hier traute ich vor einigen Monaten meinen Ohren nicht, als ein Mädel überlegte, ob es “Pferdeheimat im Hochland” kaufen solle. “Bitte nicht!”, flüsterte ich innerlich und spürte ein seltsames Gefühl in der Magengrube. Meine Lieblingspferdereihe auf dem Büchertrödel? Hier in der Bücherei? Und ich hatte ein Jahr lang nicht bemerkt, dass sie überhaupt im Regal war?
Zum Glück hat das Mädchen auf meine telepathischen Versuche reagiert, sie vom Kauf abzulenken. Vielleicht sahen ihr die Bücher auch zu schäbig aus. Jedenfalls warf ich mich wie eine wilde Wölfin darauf, kaum hatte die Familie die Bücherei verlassen.
Die ersten drei Bände! Und es ist tatsächlich die Pferdeserie, die ich damals am meisten geliebt habe! Und jetzt lese ich sie langsam und mit Genuss, freue mich, dass sie sehr gut geschrieben ist und bin gespannt auf das Wiedersehen mit der großen Liebe meines damals zehnjährigen Daseins: Danny Boy
(kommt in Band 2). Wahrscheinlich muss ich mir anschließend die anderen Bände auch noch besorgen.
Ob ich heute vielleicht Kitschromane lesen würde, wenn damals in den Liebesromanen mehr Pferde vorgekommen wären? Highländer ohne Pferd sind ja immer im Trend, aber ohne Pferd hatte ich wenig Spaß daran. SF mag ich sicher auch nur, weil bei “Sabre Rider” mechanische Pferde unterwegs sind *lach*

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