Naaaa, ok, ist eine Locküberschrift, denn der Weg nach oben war für mich vorgestern verbunden mit einem Sturz auf die Treppe und das schon auf den unteren Stufen. Das hat übrigens mit natürlicher Auslese zu tun, mein Vater hat mir schon erklärt, dass ich eines Tages auf einer Treppe aussterben werde, weil ich die Hände immer verschränkt habe. Bislang scheint er recht zu haben.
Flug 1: Zu eilig im frisch gewischten Treppenhaus mit der Konsequenz, auf der letzten Stufe eine Landung auf dem Allerwertesten hinzulegen. Rückgrad knapp verfehlt.
Flug 2: Licht nicht eingeschaltet auf dem Weg aus dem Keller. Nochmal umgedreht, vergessen, dass da zwei Stufen sind und nicht nur eine. Schienbein knapp verfehlt, Prellung nach Monaten noch sichtbar.
Flug 3: Vorgestern, Knie voll getroffen, zum Glück nur am weichen Teil. Ohne Aufzug wäre ich nicht mehr in die Wohnung gekommen. Nach einem Tag hüpfen geht es schon wieder ganz gut. Merke: Jeden Tag auf Post zu lauern ist ungesund. Außerdem bekomme ich sowieso fast keine. Und: Antirutschsocken bremsen den Schwung beim Absprung ab. Man kann sich doof verschätzen.
Wenn es irgendwie geht, werde ich in Zukunft mit einer mit Teppich belegten Holztreppe zusammen leben.
Immerhin habe ich heute endlich meine Leseprobe für die Hasardeure fertig gebracht, nachdem meine Testleser mir unglaubliche Mengen an Bezugs- und Tippfehlern um die Ohren gehauen hatten. Dann hier noch einen Abschnitt vorziehen, dort mehr Emotion und Reaktion. Und der Dudenkorrektor hat dann noch unglaubliche Mengen an Kleinigkeiten nachgeliefert. Liebe Güte, ich schicke nie wieder eine Leseprobe weg, die dieser Korrektor nicht berührt hat! Auch wenn es eine uralte Version ist und mit dem uralten Word auf dem Laptop ewig rödelt, das Ding ist jeden Cent wert, den es kostet!
Jetzt fehlt mir noch die Leseprobe für meinen Jugendthriller, dann muss ich mich entscheiden, welchen Fantasyroman ich vorantreibe. Lust hätte ich ja auf beide, Seidenflügel und Hasardeure. Mal sehen, vielleicht ergibt sich auf der Buchmesse etwas, das mir die Entscheidung abnimmt. Bis dahin hält ja noch die Spannung um den Heynewettbewerb und da hilft es auch nicht, sich vorzunehmen, dass es einen eigentlich kalt lässt, weil man ohnehin sehr viel zu tun hat.