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Archive for Oktober, 2008

Ein Rudel Schreiberling-Links

gbwolf on Okt 30th 2008

Nungut, ich liebe Dinosaurier, aber deshalb muss ich ja nicht selbst aussterben. Mehr News von mir gibt es deswegen nächste Woche (es tut sich gerade was, aber noch kann ich es nicht verraten). Um nicht scheintot in einer Teerpfütze herumzudümpefln, hier einige nützliche und interessante Links, die sich über die letzten Tage angesammelt haben:

Heyne sucht einen magischen Bestseller

Ein hochdotierter Wettbewerb für Romanschreiberlinge, die sich mit Mystery, Fantasy, SF und Crossover beschäftigen. Zwei Tipps: Indische Amazonen sind sowas von out … und ich mache auch mit (fürchtet euch!).

Falls der Erfolg über einen solchen Wettbewerb nicht klappt, wird der Schreiberling sich fragen, woran es denn liegt. Möglicherweise wird er sich auch eine Agentur suchen. Einen kompakten und hörenswerten Eindruck bieten die Agentinnen von Schmidt & Abrahams in ihrem Podcast bei den Audiohelden (Genialer Vorspann!).

Und wer allgemein wissen möchte, wie Lektoren und professionelle Schreiberlinge ticken, für den lohnt sich ein Blick in Darkstars Blog, der sich regelmäßig interessante Interviewpartner vorknöpft.

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Schreibworkshop

gbwolf on Okt 20th 2008

Eigentlich kein Freund von Schreibratgebern und Schreibseminaren habe ich meinem Herzen beim Lesen des VHS-Programms einen Schubs gegeben, als ich von einem Seminar las, das sich der Figurengestaltung mit den Mitteln der Psychologie nähern wollte. Mit Martin Conrath hatten wir einen erfahrenen Krimiautor als Kursleiter. Vor allem ging es um glaubwürdige Krimifiguren, da der Fantasyroman ebenfalls von starken Tätern und Protagonisten leben kann, lässt sich so etwas aber gut übertragen.

Wir begannen mit der kleinstmöglichen Einheit: Dem Teaser/Plot/Pitch, einem Storyumriss von 3 kurzen Sätzen.
Aus diesem Abriss heraus schrieben wir zunächst exakt das heraus, was ohne Interpretation über die Figuren dort stand: Z.B., dass Figur X mindestens soundso alt sein muss, weil seine Tochter bereits berufstätig ist, dass Täter Y schadlos aus seinem Verbrechen hervorging, da er noch immer den höchsten Dienstrang bekleidet, etc.
Was am Anfang so einfach klang, war erstaunlich anspruchsvoll – nur sehen, was da ist, nicht interpretieren!

Das habe ich als gute Übung empfunden, den Plot in wenigen Sätzen zusammen zu fassen und mich dann den Figuren auf ganz nüchterne Weise zu nähern.

Schritt war der klassische Charakterbogen, auf dem verschiedene Eigenschaften, Äußerlichkeiten und Lebenseinstellungen festgehalten wurden . Die Aufgabe: Täter und Ermittler charakterisieren.
Der Vorteil, in einer Dreiergruppe einen Charakter zu erschaffen, war der, dass wir die Plausibilität sofort wechselseitig überprüfen konnten. Jeder hatte mal einen Klops, der so überhaupt nicht zur Figur gepasst hat und jeder hatte einige tolle Ideen (“Da unser Xaver doch ein zurückgezogener Beobachter ist und ein wenig phlegmatisch, lockt ihn da etwa wirklich der Nervenkitzel an dem Fall?”). In der nächsten Stufe wurden die Charaktere dann in der ganzen Gruppe seziert.

Fazit: Ab sofort werde ich nicht nur Charakterbögen ausführlicher mit Infos füttern als bisher, ich werde meine Charaktere auch der Kritik von Testlesern aussetzen!

Schritt 3 dann die Orchestrierung, was nichts anderes bedeutet, als Adjektive suchen, die die Figur charakterisieren, (nett, zögernd, ängstlich, … gibt tolle Listen im Netz) und Gegensatzpaare bilden. Zwischen den Adjektiven lässt man Platz für eine Skala, nimmt für jeden Charakter (Nebenfiguren, die stark genug charakterisiert werden mit eingeschlossen) und schreibt, in welcher Intensität welche Eigenschaft zutrifft.
Hier führt man sich vor Augen, wie die Verteilung ist, denn Gegensätze erzeugen Spannung. Sind alle Figuren nett, phlegmatisch und Rosenzüchter ergibt sich wenig Spannung.

Mir ist dabei aufgefallen, wie gern ich gewisse Eigenschaften einsetze.

Die letzte Aufgabe bestand dann darin, beide Figuren im Showdown des Buches aufeinander zu jagen + einer Person, die einem der beiden nahe steht, maximal 2 handschriftliche Seiten (3 Minuten Lesezeit). Bonus: Am Ende lebt nur einer von den 3 Leuten!
Ganz schwer hier, sich einerseits das Buch vor der Szene vorzustellen, den Rahmen nicht zu sprengen und dann innerhalb der Aufgabe zu bleiben, sich also daran zu halten, was man vorher geplottet hat und nicht einfach nur kreativ zu sein.

Garniert wurden die insgesamt 12 Stunden Seminar von einer umwerfenden Menge an Tipps zum Handwerk von einfachem “Wie werde ich meine Adjektive los?”, “Was ist ein Druckkostenzuschussverlag und was ist falsch daran?” bis zu Psychiatrie-Fachliteratur, Medizinkenntnissen, Bergwerksschachtsprengungen, Ermittlertätigkeit, undundund.
Für 40€ ein allemal lohnendes Wochenende für mich, zudem die VHS keinen Raum zur Verfügung gestellt hat und wir exklusiv die Schreibwerkstatt von Herrn Conrath besetzt hatten.

Was mir jetzt noch fehlt ist ein ähnlich gutes Seminar, das an meinem zweiten Schwachpunkt ansetzt: Dem Plotten.

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Open Office 3.0 und seine Tücken

gbwolf on Okt 15th 2008

Nachdem ich mich ein wenig über Open Office 3.0 gefreut hatte – nachdem es mir endlich gelungen war, meinen Navigator wieder dorthin zu pflanzen, wo ich ihn habe möchte! -, die nächste Hürde: Jedes Programm, das ich öffnen wollte und das die Dateiendung *.exe hatte, öffnete … Photoshop Elements 6.0 Editor.

Das heißt, ich konnte meinen PC für zwei Dinge gebrauchen: Schreiben und Bilder bearbeiten. Da ich aber schon vorhabe, gelegentlich Mails zu empfangen, hat Uwe zum Glück diese nützliche Seite mit einem noch nützlicheren Tool gefunden und alles ist wieder normal. Ich muss also keine Herausgeberin eines Printmagazins werden.

Open Office 3.0 gefällt mir bislang dennoch nicht: Langsamer und die Icons wirken irgendwie knubbeliger, bunter … ich vermisse die klaren, kühlen Formen von 2.4, muss mich aber in dieses verschwommene Mangawunderland einarbeiten *seufz*.

Na Hauptsache, ich kann wieder schreiben und mein Zählsheet öffnen.

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Schreiberling-Ecke

gbwolf on Okt 15th 2008

Der größte Kampf, der bei uns in der Wohnung ausgefochten wird, ist immer der, um die gemütliche Ecke auf dem Sofa. Hier hat man alles: Tagsüber Licht und Sonne, Abends eine Lampe und viel Platz für die Beine ohne in der Lücke sitzen zu müssen, an der ein Sofateil weggeklappt werden kann. Leider haben wir nur eine Ecke und zwei Leute, die hier gern mit Laptop, Buch oder Fernbedienung sitzen. Wenn ich sie mir erobert habe, sieht das z.B. so aus:

Das Foto ist auch nur insofern retouchiert, dass ich den Bildausschnitt weggeschnitten habe, in dem eine Tüte mit einem Käsebrötchen liegt. Nein, ich futtere nicht ununterbrochen, während ich schreibe *hüstel*. Meine Zahlen derzeit stelle ich mal nicht ein, die sind etwas schwach. Nachdem ich jetzt beide Exposés fertig habe und Gepardenspur unterwegs ist, sollte sich das in den nächsten Wochen aber ändern und ich kann meine Testleser hoffentlich bald mit Magiern ärgern, die nach Flieder riechen, Hasardeuern, die von Wasserspeiern angespuckt werden usw.

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Kampf ums Vogelhaus

gbwolf on Okt 13th 2008

“Ganzschön voll hier. Macht doch mal Platz, Jungs!”

“Kannste dir schenken! Du hast wohl eine Meise!”

“Redet jemand mit mir?”

Mäßig witzig, ok, aber das Vogelknäul vor dem Fenster war heute früh zu dynamisch-interessant, um nicht fotografiert zu werden.

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dummligenz

gbwolf on Okt 9th 2008

Wer sich beim Losschicken seiner Leserprobe an den Verlag beim Ablecken des Briefumschlags in die Lippe schneidet, der kann immerhin behaupten, mit viel Herzblut an die Sache heran gegangen zu sein.

… und sowas tut immer weh! Autsch!

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Tintenzirkel-Multi-Haj-Con

gbwolf on Okt 5th 2008

Seit fast 24 Stunden sind sie wieder weg und haben einen wilden Gedankenstrudel hinterlassen aus schwangeren Vampiren, Tee-Molchen, 9×9 Gefährten des Rings, Kermit-Hai und Mops-Leidenschaftslosen.

War schön, auch in diesem Jahr wieder ein Rudel Fantasyautoren im Wohnzimmer zu haben und zu beobachten, wie sich der Korral-Haj von Ikea in diesem Lebensraum durchsetzt.

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