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Archive for Juni, 2008

Neuer Job, neuer Roman

gbwolf on Jun 28th 2008

Die meisten wissen wahrscheinlich schon, dass ich seit Anfang April nicht mehr in Köln arbeite und am letzten Montag in Erkrath angefangen habe. Die erste Woche ist überstanden und mein Kopf schwirrt vor Eindrücken und Namen. Beide Filialen sind für mich gut zu erreichen. Ins Bürgerhaus laufe ich den Berg hinunter und nach Erkrath, in den Kaiserhof, fahre ich mit dem Fahrrad, wobei ich noch nicht fit genug bin, um auf dem Rückweg den Berg auch wieder komplett hinauf zu strampeln. Aber das kann über den Sommer noch werden – an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an meine Schwester, die so nett war, in die USA auszuwandern und mir ihr wundervolles Fahrrad zu hinterlassen!

Wie schon am letzten Arbeitsplatz ging es erstaunlich schnell, mich einzufinden. Das liegt natürlich auch an dem netten Team, das mich bereits bei einem Spätdienst gut unterstützt hat. Ich brauche wirklich keine Angst zu haben, wenn ich als einziger Bibliothekar anwesend bin. Und natürlich helfen mir auch die Erfahrungen, die ich bislang im Berufsleben gesammelt habe. Wie gehe ich mit Leuten um, wie recherchiere ich, wie suche ich nach Alternativen, wenn ein Buch nicht da ist (und bei unserem kleinen Bestand kommt das durchaus einmal vor).

Da ich voraussichtlich den Dienstag oder den Mittwoch immer frei haben werde und ab und an der Samstagsdienst für einen weiteren freien Tag unter der Woche sorgt, habe ich auch ausreichend Zeit zum Schreiben. Momentan plane ich einen einteiligen Fantasyroman mit Fortsetzungspotential und an einem weiteren Jugendthriller. Ich bin gespannt, wie die Plots sich entwickeln. Gepardenspur ist derweil auf Reisen und einen kleinen Erfolg habe ich bereits, da eine Agentur nach de Leseprobe den ganzen Roman lesen möchte. Selbst wenn es später eine Ablehnung wird, ist das zumindest ein schöner Teilerfolg.

Auch Omajova, die Geschichte, die in der mittlerweile erschienenen Nummer 13 von Nova publiziert ist, wird in den einschlägigen Foren (SF-Netzwerk, SF-Fan) durchaus positiv besprochen. Nachdem sowohl In den Händen der Bibliothekarin, als auch Photosolaris gute Kritiken und konstruktive Anmerkungen bekommen haben, kann ich mein Schreibjahr 2007 für mich selbst mit einem dicken Plus abschließen.

Edit: Und die erste Absage von einer Agentur hat mich heute erreicht. Immerhin mit einer Begründung und nicht mit Standardschreiben. Das ist schonmal was.

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Immer wieder Österreich!

gbwolf on Jun 19th 2008

Die derzeit laufende EM wurde von Uwe und mir als hervorragender Vorwand genutzt, ein ganzes Rudel Freunde in Wien zu treffen und uns diese interessante Stadt zu erlaufen. Zwar fallen mir mittlerweile die Füße ab, aber es hat sich gelohnt. Neben einem gigantischen Volkabular seltsamer Wörter habe ich jede Menge neue Eindrücke mitgebracht.

Da wäre das Museumsquartier, das einen am Ende der Einkaufszeile mit einer Charmemischung aus Paris und k.u.k. empfängt. Zwischen den ausladenden Prachtbauten steht die Pallas Athene, von der die Wiener spötteln, sie wende dem Parlament den Rücken zu. Vor dem Burghof thront ein Plastikanubis, der für eine Ägyptenausstellung wirbt und dem die Verantwortlichen ein Österreichtrikot übergestülpt haben. Dazwischen lauern Kaffeehäuser in allen Preisklassen, in denen man ein herrliches Frühstück einnehmen kann. Dazwischen bahnt sich die Fanmeile ihren Weg und verdeckte leider einige Gebäude.

Leider hatte das anatomisch-pathologische Museum im Narrenturm geschlossen und wir konnten nur den schön restaurierten Campus besichtigen. Dafür wartet im Prater Peter Cech, der Torwart von Tschechien, auf dem Riesenrad – zumindest als Plakat mit Unmengen an Armen. Wir haben die Neue Donau gesehen, den Lainzer Tierpark mit seinen Wildschweinen, Schloss Schönbrunn mit seinem riesigen Park, etliche schöne Bim (Straßenbahn)-Stationen, den Donaukanal, die Urania, die Pestsäule …

Und natürlich durfte das obligatorische Fanfest nicht fehlen. Um in den Menschenmassen in der Innenstadt nicht unter zu gehen, sind wir mit unseren Bekannten aus Österreich von Anfang an in die Ausweichzone gepilgert, das Hanappi-Stadion. Die Stimmung dort war gut, mit etwa 12.000 Österreichern und drei Dutzend Deutschen und mehr als einmal stieg die Spannung bis kurz vor dem Herzinfarkt.

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Tanz auf dem Vulkan

gbwolf on Jun 19th 2008

Santorini ist eine Insel, die kann man besuchen, muss man aber nicht. Länger als eine Woche lohnt es sich auf keinen Fall, aber die war bei uns sehr entspannt. Ein Rätsel ist es mir allerdings, wie man einen kompletten Reiseführer über die Insel voll bekommt. Die meisten Sehenswürdigkeiten sind eher zweitklassig und die Städte sehr touristisch. Von der griechischen Idylle der Fotos ist wenig erhalten und wenn, dann fällt es inmitten von Touristenmassen nicht auf. Stabile Turnschuhe sollte man mitnehmen, denn die Caldera ist steil und die Aufstiege von den Häfen sehr schweißtreibend. Alternativ können Touristen in Flipflops sich mit dem Maulesel transportieren lassen.

Man kann auf Santorini also entweder in der Sonne braten oder die wenigen Sehenswürdigkeiten entspannt abarbeiten. Wer sich Zeit nimmt, findet sogar direkt an der Strandpromenade Tavernen mit einheimischen (vegetarischen und sehr schmackhaften) Gerichten zu Preisen, die etwas hoch, aber im Rahmen sind. Höherpreisig ist der Wein der Insel, aber auch jeden Cent wert, sogar für jemanden wie mich, die ich mich langsam an dieses Getränk herantaste. Lohnenswert ist auch ein Ausflug auf die kleinen Vulkane in der Mitte der Caldera, die mit schwefelstinkenden Schloten und erstarrten Lavaströmen aufwarten. Zu den wenigen Lebewesen gehören Eidechesen, die Gefechte gegen ihr eigenes Spiegelbild ausführen (Gefilmt von Uwe).

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Und ab in die Sonne/das Fußballfieber/…

gbwolf on Jun 3rd 2008

So. Für mich geht es heute Nacht in Richtung Flughafen und dann für eine Woche nach Santorin. Aber denkt nicht, ich wäre anschließend gut zu erreichen! Zwei Tage hier dann geht es für ein stark verlängertes Wochenende nach Wien. Nein, Karten für das Spiel haben wir nicht bekommen, aber wir Kulturbanausen waren noch nie in Wien und außerdem können wir dort jede Menge Freunde besuchen, auf die ich mich schon sehr freue.

Am 23. Juni fange ich dann an, hier in Erkrath zu arbeiten.

Bye und euch ebenfalls eine schöne Zeit!

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