gbwolf on Apr 29th 2007
Gestern bin ich von Bochum nach Gelsenkirchen gefahren – mit dem Fahrrad. Und heute ging es, wie auch den Sonntag davor, in die umgekehrte Richtung. Dazu noch einen Trip in die Stadt zum verkaufsoffenen Sonntag (Ich habe tatsächlich einen Blazer gefunden, der mir wie angegossen passt, in dem ich keine Platzangst bekomme und der meinen Bewegungsdrang kaum hemmt). Na jedenfalls sind das satte 11 Kilometer jedesmal und der nette, kühlende Wind heute wehte mir vor allem ins Gesicht und machte meinen geplagten Beinen keine Freude. Vielleicht liegt die Erschöpfung auch an meiner Sondertour durch Ge-Ückendorf, bis ich endlich mal den Radweg gefunden hatte, der sich sehr gut in einer vermeindlichen Sackgasse tarnt.
Ich bin jedenfalls total im Eimer und merke, wie unsportlich ich geworden bin. Dazu kommt mein Mimosentum. Der Po schmerzt nämlich ganz schön vom Fahrradsattel. Das ist eine der wenigen Stellen, an denen ich kein Fett zulege und irgendwie stehen die Knochen so raus, dass ich wehleidiges Mensch eigentlich ein Kissen zwischenschieben möchte, egal wohin ich mich setze.
Dann jammere und leide ich mal bei meinem Cocktail weiter und verschiebe das weitere Schreiben ganz frech auf morgen.
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gbwolf on Apr 28th 2007
Ja gut, ich habe ein bisschen aus dem Niebelungenlied abgekupfert, das ich zwar nicht selbst gelesen habe, aber ich durfte mich gerade mit einer Magisterarbeit zum Thema beschäftigen. Lange Rede, kurzer Sinn, dort wird immer wieder auf die “Liebe leit”-Formel hingewiesen und ich habe mittlerweile einen regelrechten Ohrwurm von dieser recht badisch klingenden Phrase. Was mich übrigens darauf bringt, dass eben jene Germanistin, deren Arbeit ich vorliegen hatte, mich darüber aufgeklärt hat, dass die Südwestdeutschen das Mittelhochdeutsch sehr gut verstehen, da der Dialekt sehr ähnlich ist. Die Norddeutschen werden dann wohl Vorteile haben, wen es darum geht, skandinavische Sprachen oder Holländisch zu lernen.
Ein eigentliches “Leiden” ist es derzeit mit der Schreiberei. Da strampelt man sich ab, um das bescheidene Monatsziel zu erreichen – läppische 5000 Wörter – und wenn man sich hingehechelt hat, läut es mit einem Mal viel leichter. Im April habe ich jetzt schon fast 9000 Wörter geschafft und das klingt viel. Es ist zudem mehr, als ich vorher insgesamt an der Pandemie geschrieben habe. Umgerechnet auf den Monat kommen pro Tag allerdings nur läppische 300 Wörter raus. Und bei einem Roman mit einer Länge von geschätzt 80.000 Wörtern noch satte 7 Monate zu schreiben – Überarbeitung selbstverständlich nicht drin.
Ich muss also mein Tempo immens steigern und mich auf 1000 Wörter/Tag hoch bekommen. Im Moment sieht es so aus, als könnte ich das schaffen. Der Roman fließt langsam, ich plotte nebenher weitere Kapitel und ich finde mich sowohl in die Sprache, als auch in die Handlung immer besser ein. Dann mal ab in die Tasten und gespannt, was sich in den nächsten Monaten alles tut.
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gbwolf on Apr 27th 2007
Fast eine Woche lief er klaglos und heute früh hat mein PC eine derartige Absturzfrequenz an den Tag gelegt, dass ich kurz davor war, ihm einen Freiflug zu spendieren. Die Fallhöhe ist aus meinem Fenster allerdings unangemessen niedrig und eigentlich ist der PC auch nicht der Schuldige (aber eben greifbar).
Der erste Verdacht kam, als ich ihn zum zweiten Mal treuherzig vom Händler abholte, der mir versicherte, der PC schnurre auch unter großer Belastung wie ein Kätzchen – kein Problem festzustellen. Dennoch waren sie so kulant, mir ein neues Mainboard einzubauen. Auf meine Frage hin, ob es am Stromnetz in meiner Wohnung liegen könnte, warf mir der Techniker einen “Das hätten sie mir mal früher sagen können”-Blick zu und meinte, das sei möglich. Immerhin hat die launische Spannung in den Leitungen mir schon drei Glühbirnen ins Glühbirnennirvana geschickt.
Mittlerweile hänge ich wieder mit dem Laptop im Netz, weil die Zicke mich gerade mal meinen kleinen USB-Stick benutzen lässt, um die wichtigsten Daten zu sichern. Externe Festplatte? Firefox? Nicht mit Zicke, da schmiert sie gnadenlos ab …
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gbwolf on Apr 20th 2007
Es ist klein, es ist niedlich und es wirft seinen Schatten voraus.

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gbwolf on Apr 17th 2007
Rowohlt/rotfuchs hat ihn endlich genannt, den Namen des Gewinners im Hochdotierten Jubiläums-Schreibwettbewerb. Sein Name ist unauffällig: Andreas Hartmann.
Siehe hierzu die Meldung im Börsenblatt und die Pressemeldung auf der Verlagshomepage (die sich nicht verlinken lässt).
Natürlich kommen einem jetzt ganz interessante Überlegungen. Zum Beispiel könnte jetzt ein guter Moment sein, um ein Jugendbuchmanuskript an rotfuchs zu schicken. Die Lektoren haben wieder massig Zeit und knapp 600 Manuskripte können nicht mehr bei diesem Verlag eingereicht werden.
Ungünstig ist der Zeitpunkt jetzt für andere Verlage: Man wird es statistisch nicht erfassen und beweisen können, aber wahrscheinlich rollt in den nächsten zwei oder drei Monaten eine Einsendewelle auf alle anderen Verlage (Jugendbuch Fantasy/SF) und auf die literarischen Agenturen zu. Der ein oder andere wird das schnell beendete Manuskript sicher noch einmal überarbeiten, aber das hindert ja nicht daran, schonmal Exposé und Leseprobe in die Welt zu senden.
Ich bin jedenfalls gespannt, ob irgendwo irgendwas durchsickert über vermehrte Einsendungen, Fantasyboom bei BoD oder brennende Papierberge.
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gbwolf on Apr 17th 2007
Was ist Wetter?
Es begegnet uns draußen. Das ist nicht scharfsinnig und ein Wissen, dass durchaus jedem zugänglich ist
Es ist eine Stadt – auch nicht neu und beliebter Gegenstand so einiger Wettersendung
Es ist die Luft in einem Bergwerk. Schon spannender, nicht? Einen Schacht mit ausgeklügelten Systemen lüften heißt auch bewettern.
Es ist ein Romananfang. Ja tatsächlich. Mir selbst ist es nicht aufgefallen, aber seit Uwe nach einer Inspektion der Mayerschen Riesenbuchhandlung in Aachen meinte, fast jeder Band der Piper-Reihe um Orks, Elfen, Zwerge und Kobolde beginnt mit einer Beschreibung des Wetters, bin ich sensibilisiert.
Er hat Recht: Der erste Abschnitt der Kobolde widmet sich Wetter und Jahreszeit. Turnt man im Netz von Seite zu Seite und betrachtet die Werke von Fantasy-Hobbyautoren: Wetter. Genau genommen spielt in diesem Segment der Regen eine große Rolle, der unheilsschwanger aufzieht und sich von einem leichten Nieseln zu einem Unwetter ausweitet. Oder Nebel. Wabern zwischen Bäumen, etc. ein guter Nachbote eines Unwetters.
Jedenfalls eine interessante Technik, um einen Roman zu beginnen. Hätte nicht gedacht, dass diese Methode derart verbreitet ist.
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gbwolf on Apr 16th 2007
Schade, dass ich im Praxissemester nicht im Ausland war. Der ARD-Beitrag über Tiere in Anchorage weckt in mir gerade die Sehnsucht, mich als Bibliothekarin in Alaska zu bewerben.
Jaaaa, das Sommergetue des Frühlings hier ist auch schön, aber der Ruhrpott hat einfach weniger … Alaska eben. Vielleicht entwickle ich jetzt mehr Disziplin, werde mit irgendwas stinkreich und kann es mir in 10 Jahren leisten, einfach so ab und zu malfür ein paar Monate nach Alaska zu fliegen. Ich möchte nochmal im Angesicht schneebepuderter Vulkane campen und Gletscherklettern ohne vorher auf einen Berg steigen zu müssen.
Derzeit würde es mir aber schon reichen, mit meiner Schwester zu tauschen, die in New Hampshire ordentlich Schnee hat und mit ein bisschen Pech übermorgen ihren Geburtstag im Weißen feiert. Und das, wo sie keinen Schnee mag. Der Sommer hier würde ihr sehr gut tun!
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