Ich bin wieder zurück von meinem ersten Sommerbesuch in Leipzig (Wie? Die Stadt gibt’s auch mit Sonne und in warm? Vielleicht war ich zu oft im Herbst oder Winter dort). Das Glück ist auch mal wieder mit denen, die sich nicht konzentrieren und denen das Denken schwer fällt: Ich habe es geschafft, genau so in die Bib der HTWK zu wollen, dass sie auch offen hatte. Irgendwie kam mir nicht in den Sinn, die Zweigstelle könnte in den Semesterferien auch mal geschlossen sein. Also wie gehabt: Das war pures Glück, dass ich drei Tage lang recherchieren konnte. Vorher mal nachfragen wäre auch zu einfach gewesen.
Dafür habe ich es aber auch geschafft, mir einen erchöpfenden Stapel Kopien zuzulegen, mit dem sich einiges an Theorieteil für die Diplomarbeit abdecken lässt. Und natürlich jede Menge schöne Zitate, mit denen sich eine solche Arbeit würzen lässt:
“Der Verleger trinkt Sekt aus den Hirnschalen verhungerter Autoren”
Leider ohne Quellenangabe, wer das gesagt hat oder ob es ein allgemeiner Ausspruch ist.
Eigentlich wollte ich auch schon vor zweieinhalb Jahren in den Zoo, musste damals aber zu einer Taufe und habe dafür das neu gestaltete Elefantenhaus sehen können. Hier einige Impressionen meines neugewonnenen Lieblingstieres (Gegenüber dem grottenhässlichen Nackmull hat der wenigstens Fell). Und ja, das Schild hängt wirklich am Gehege. Und an vielen anderen Gehegen ähnliche. Es scheinen oft besorgte Zoobesucher verwundete Tiere zu melden.

Und so sieht der schokoriegelförmige Mull in seiner liebsten Schlafposition aus (Sieht doch wirklich aus, als wären eckige Tiere bald in Mode).

Mein persönlicher Favorit ist “Graumullzilla”, der sich mit martialischer Geste aus der lockeren Erde wühlt. Ich kann förmlich dieses metallische Gozillageräusch hören!

Der Ausflug ins Killywilli zum geliebten Kirschbier war dann leider nur so lange spaßig, bis wir erfuhren, dass der halbe Liter Kirschbier mittlerweile 4,60 kostet! Boah! Das ist ein Preisaufschlag von 1,30 seit der Buchmesse. Ich fürchte, das war mein letztes Kirschbier. Und wir hatten uns schon gewundert, dass keine Getränkekarten mehr auf den Tischen lagen … die werden wissen warum.
Immerhin habe ich es dann sowohl in Leipzig, als auch auf dem Rückweg nach Hannover einige nette Leute wiederzutrefen und hoffe, dass das so weitergeht. Nächste Woche ist schließlich Buchmesse und dort sollten einige Gestalten herumschwirren, die ich kenne. Und einen Tag später wieder ein Treffen von Kurzgeschichten.de … hoffentlich überleben meine Füße das.