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Archive for the 'Tipps und Tiefsinn' Category

Open Office 3.0 und seine Tücken

gbwolf on Okt 15th 2008

Nachdem ich mich ein wenig über Open Office 3.0 gefreut hatte – nachdem es mir endlich gelungen war, meinen Navigator wieder dorthin zu pflanzen, wo ich ihn habe möchte! -, die nächste Hürde: Jedes Programm, das ich öffnen wollte und das die Dateiendung *.exe hatte, öffnete … Photoshop Elements 6.0 Editor.

Das heißt, ich konnte meinen PC für zwei Dinge gebrauchen: Schreiben und Bilder bearbeiten. Da ich aber schon vorhabe, gelegentlich Mails zu empfangen, hat Uwe zum Glück diese nützliche Seite mit einem noch nützlicheren Tool gefunden und alles ist wieder normal. Ich muss also keine Herausgeberin eines Printmagazins werden.

Open Office 3.0 gefällt mir bislang dennoch nicht: Langsamer und die Icons wirken irgendwie knubbeliger, bunter … ich vermisse die klaren, kühlen Formen von 2.4, muss mich aber in dieses verschwommene Mangawunderland einarbeiten *seufz*.

Na Hauptsache, ich kann wieder schreiben und mein Zählsheet öffnen.

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Aus dem Schreibkästchen #5

gbwolf on Apr 27th 2008

Zugegeben, es passiert im Moment nicht viel. Einen Großteil des Tages verbringe ich am PC und schreibe, schreibe, schreibe. Vor einigen Tagen habe ich mit fast 5.000 Wörtern meinen persönlichen, belletristischen Rekord geknackt, weil ich mir unbedingt beweisen wollte, dass ich es kann und weil ich die Halbzeit an Gepardenspur so herbeigesehnt habe. Jetzt bin ich über Normseite 100 von 200 hinaus und es fällt mir immer leichter, Jenni durch Namibia zu begleiten.

Das ist übrigens alles, was ich für Gepardenspur geplottet habe. Schritt zwei war gleich das komplette Exposé. Der Wisch vorne im Bild ist schon die Planung für einen ganz anderen Roman.

Plot für Gepardenspur und angefangener Kurzplot für einen SF-Roman

Außerdem muss ich den Roman bald abschließen, denn der runderneuerte Plot für Winterdämmerung schmilzt mir geradezu aus den Fingern. Da tue ich mir noch etwas schwer, mit Lasper warm zu werden, aber das Bürschchen macht sich langsam und ganz ohne Mann und Bildung möchte ich meine Damen nicht losschicken. Die können zwar kämpfen und zornig werden, aber lediglich Ahmased ist des Lesens ein wenig kundig und keine hat viel Ahnung von Geschichte. Sie kennen halt alle nur den kleinen Ausschnitt ihres Landes und was dahinter liegt … nun, das weiß Lasper zumindest theoretisch.

Das Wort Plot kommt meiner Meinung nach übrigens von Block, denn darauf ordne ich nach wie vor am Liebsten meine Gedankengänge. Und um in Zukunft eine noch bessere Übersicht über die innere Landkarte meiner Romane zu haben, suche ich derzeit nach einem geeigneten Ort für meine Plotfolie, ein Sonderangebot bei Plus. Sowas wie eine aufklebbare Tafel mit Kreide.

Plotfolie und Winterdämmerung

Wahrscheinlich habe ich Mitte Mai meinen neuen Arbeitsvertrag und dann hat sich das erstmal mit Ruhe und Muße für das Plotten. Dann werde ich hoffentlich abends den Kopf frei genug haben, um jeden Abend noch ein oder eineinhalb Stunden zu schreiben. Es könnte ja sein, mal angenommen und mit viel Glück, dass der Literaturagent, zu dem ich gerade Kontakt aufgenommen habe, tatsächlich Interesse hat und mich vermitteln will …

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Das Fehlen der Synonyme

gbwolf on Dez 3rd 2007

In meinem Steckbrief für den Tintenzirkel hatte ich angegeben, dass ich gerne eine Inuitsprache lernen möchte, um mehr Wörter für Schnee zu haben. Gelungen ist es mir noch nicht, aber vielleicht löse ich das Problem einfacher, vor dem ich gerade stehe.

Problem?

Jep. Zwar habe ich die Bände von Winterdämmerung etwas umgestellt und schreibe zunächst den früheren Band 2 Der Feuerbaum, weil der Einstieg hier mit mehr Tempo von statten geht. Ich bin von den vielen Schnee-Wörtern also noch ein wenig entfernt, für Ibisil benötige ich nicht so viele. Wenn es dann aber an Die Schneefürstin geht und die Gliis mit dem Schnee, im Schnee und auf dem Schnee vorrücken, werden mir vielleicht die Wörter ausgehen. Ich schätze, dass ich ein halbes Jahr zum Grübeln habe, bis die Entscheidung fallen muss, ob ich eigene Schneebegriffe entwickel oder mich aus dem grönländischen Wortschatz bediene.

Apropos Problem: Wieviele Begriffe gibt es eigentlich für Feuer oder Lava?

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Sooo viel Text!

gbwolf on Nov 6th 2007

Der Text für Nova 13 sollte eigentlich schon viel früher fertig sein, aber nach mehrfachem Umkonstruieren musste ich den Zusatzmonat und eine Gnadenwoche ausnutzen, um die Geschichte wirklich zu vollenden. Vom Gefühl her habe ich mindestens eine Novelle produziert, aber der Zähler blieb bei knapp unter 37.000 Anschlägen stehen.

Trotzdem die längste Geschichte, die ich je produziert habe. Aus dem anfänglichen Katz- und Mausspiel in Namibia wurde eine subtile Jagd mit sozialkritischen Untertönen und letzten Endes eine Alternativweltgeschichte, für die ich nochmal einiges ändern musste. Wenn mein letzter Betaleser mir das Fell gegerbt hat, suche ich einen besseren Titel für das Ding und schicke es ab. Mal gespannt, wann die nächste Nova dann erscheint. Das kann nur eine gute Nummer werden, da ich Uwes Geschichte bereits kenne und für großartig erklärt habe!

Man lernt verdammt viel, wenn man zum ersten Mal was nach Auftrag schreibt. Vor allem weiß ich, dass ich anhand des Exposés ganz gut die Zeichen abschätzen kann und wieviel Raum meine komplexen Extravaganzen benötigen.

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korregieren?

gbwolf on Sep 11th 2007

Ich bin ja in mehreren Autorenforen umtriebig und lese in ein paar anderen mit (wenigstens, um entsetzt seufzen oder lästern zu können, manchmal werde ich auch grün vor Neid). Mal abgesehen davon, dass es in den Schubladen von Deutschlands Jungautoren vor genialen, verkannten Werken nur so wimmelt hat sich ein interessanter Sprachgebrauch entwickelt: Das Manuskript wird in der Überarbeitung korregiert. Ich habe das jetzt schon derart oft gelesen, dass ich vorsichtshalber in meinem Duden nachgeschlagen habe, dass es zwar Korrektorat heißt, aber der Korrektor korrigiert das Manuskript.

Diesen Fehler habe ich jetzt nicht einmal oder zweimal gesehen, er scheint sich regelrecht eingebürgert zu haben. Oder gibt es dazu z.B. in der Schweiz eine alternative Schreibweise, die nicht im Duden steht?

Und ja: Ich bin auch ein verkanntes Genie! Sonst würde ich nicht so viel Zeit in dieses Depressionen fördernde Hobby investieren!

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Ein einsamer Satz

gbwolf on Jun 1st 2007

Dumm frage – Intelligent handeln

Tja. Da isser, der Satz. Gefällt mir irgendwie, aber ich habe keine Verwendung dafür. Ein einsamer Satz ohne Heimat. Sowas passiert eben. Vielleicht stecke ich ihn in die Kladde mit den guten aber nie verwendeten Titeln?

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Halbzeit

gbwolf on Mai 20th 2007

Halbzeit mit dem Roman, bzw. schon ein wenig drüber. Geplant sind ca. 300 (Norm-)Seiten, etwa 80.000 Wörter. Fertig sind 44.000 und davon 25.000 allein im Monat Mai. Zähne zusammen und ich kann Ende Juni die fertige Rohfassung der Pandemie in den Händen halten. Was dann noch an Überarbeitung auf mich zu kommt wird ziemlich happig, aber ich kenne die Charaktere und die Welt langsam gut genug, dass mit etwas Glück zwei Überarbeitungsgänge reichen.

Das ich wirklich so schnell voran komme und so konstant schreibe, habe ich nicht von mir erwartet. Um ehrlich zu sein dachte ich, dass ich wieder stecke. Mittlerweile toppe ich mein Ergebnis jeden Monat und auch wenn ich noch viel trödle, bevor ich in die Tasten haue, merke ich doch, dass die Gewohnheit langsam kommt.

Dinge, die mir geholfen haben:

  1. Auch wenn es hart ist: Den Plot vorher genau aufschreiben und von jemandem durchsehen lassen, der keine Ahnung hat, worum es geht. Man hat im ersten Moment das Gefühl, die Geschichte ist jetzt raus und eigentlich braucht man sie nicht schreiben, aber genau dieser Punkt ist ja “Schreiben ist Arbeit”. Und an den heiklen Stellen an denen man sonst tagelang hängt und nicht weiß, wie es harmonisch weiter geht oder an denen man erkennt, man hat sich völlig verrannt und muss jetzt sehr viele Seiten in die Tonne klatschen oder mit einem scheußlichen Kniff weiter machen, an diesen Stellen ist man für den Plot dankbar, weil man das Problem bereits vor langer Zeit gelöst hat. Und 100% sklavisch muss man sich nicht daran halten, es bleiben genügend Freiräume.
  2. Spannungsbögen minutiös planen. Gehört eigentlich zum Plot. Man beginnt spannend und sollte es mal langeweilig werden, wenigstens die Nebenperson in Schwierigkeiten bringen. Es muss nicht immer der Actionknaller sein, aber verlorene Schlüssel im rechten Moment oder eine latente Bedrohung, wenn der kleine Bruder fast von der Schwester beim Tagebuchlesen ertappt wird, reichen aus. Außerdem kann man hier noch Infos unterschieben, wenn die andere Person aus dem Tagebuch Sachen vorliest, die man sonst nicht in den Text pfriemeln kann.
  3. Am besten in Gemeinschaft schreiben und in einem Forum einen “Schwanzlängenvergleich” machen, bei dem die Tagesleistung an Wörtern ausgetauscht wird; Monatsziel vornehmen.
  4. Das Zehnfingersystem lernen. Man kann entspannt auf den Bildschirm schauen und das ruhige Klappern eine Etage drunter hat so einen schreiberregenden Takt.
  5. Zwingen: Egal wie Mist das jetzt klingt, auf keinen Fall stundenlang rumüberarbeiten und ein alternatives Wort suchen, um die Wortwiederholung zu vermeiden. Augen zu und nur farbig markieren. Bei der Überarbeitung ändert sich noch sooo viel!
  6. Sitzfester, ehrlicher Testleser, der nicht den sprachlichen Kickikram anstreicht, sondern einem hilft, die grobe Linie, die Logik und den Gesamteindruck hin zu bekomen.

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