gbwolf on Mrz 31st 2010
Puh, es gibt so einiges an Neuigkeiten!
Die sind übrigens auch der Grund, warum ich mein Blog so selten pflege – entweder habe ich keine Zeit oder ich schlafe im Sitzen ein.
Leider hat es noch nichts mit Schreiben zu tun, jedenfalls nicht im belletristischen Sinne. Seit Anfang März bin ich im Studiengang MALIS in Köln eingeschrieben. MALIS steht für Master of Library an Information Sciences. Also eine Weiterqualifizierung im Bibliotheksbereich, der eiserne Doppeldutt, sozusagen. Ziel ist es für mich, eines Tages eine Zweigstellenbücherei zu leiten oder ein Lektorat in einer Großstadtbücherei zu betreuen (Am liebsten natürlich Naturwissenschaften). Aber ich habe anschließend natürlich auch die Möglichkeit, in eine WB zu gehen und mich reizen natürlich auch alle Jobs, die mit Datenbanken und Programmieren zu tun haben.
Wir werden sehen. Für mindestens zwei Jahre bin ich jetzt erstmal (Fern-)Studentin und hatte letzte Woche die erste Präsenzphase, nach der ich fast aus den Latschen gekippt bin. Wird ein hartes Stück Arbeit werden. Ab Juni arbeite ich dann auch ein paar Stunden weniger. Sonst vergesse ich demnächst noch, wie ich meine Schnürsenkel zubinden kann.
Heute gab’s noch die Neuigkeit, dass eine meiner Kurzgeschichten in nicht allzu ferner Zukunft in einer ziemlich bekannten Computerzeitschrift erscheinen wird.
Finanziell arbeite ich mich ja langsam hoch, von den ersten Tantiemen im einstelligen Bereich, zu den zweiten im zweistelligen und jetzt zum ersten Mal dreistellig. Für die Zukunft habe ich da selbstverständlich noch ein wenig Luft nach oben gelassen.
Bin ja bescheiden.
Manchmal.
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gbwolf on Nov 27th 2009
Ein kleines Mädchen (3) wird von seiner Mutter am Selbstverbucher warm eingepackt, um den Unbilden der stürmischen Welt draußen widerstehen zu können. Das Mädchen starrt derweil aus dem Fenster und macht sich Gedanken.
“Mama, da draußen ist ein Fuchs.”
“Jaja.”
“Warum kommt der Fuchs nicht in die Bücherei?”
Die Mutterkühl: “Weil er keinen Büchereiausweis hat.”
“Und warum hat er keinen Büchereiausweis?”
“Weil er seine Jahresgebühr nicht bezahlt hat.”
Meine Kollegin und ich haben Tränen gelacht. Sollten wir mal Argumente brauchen, warum man keine Tiere in die Bücherei mitnehmen darf, haben wir jetzt welche.
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gbwolf on Nov 8th 2009
Bücher können nicht ewig in einer Bücherei leben, jedenfalls nicht in einer ÖB. Spätestens nach 10 Jahren ist normalerweise Schluss, wenn Bindung, Kleber und Seiten bis dahin überhaupt noch leben.
Manche Bücher verstecken sich allerdings besser als andere. Irgendwann werden sie alle ergriffen und entweder in den Papiermüll wandern oder sie erhalten eine Chance auf dem Büchertrödel. Und hier traute ich vor einigen Monaten meinen Ohren nicht, als ein Mädel überlegte, ob es “Pferdeheimat im Hochland” kaufen solle. “Bitte nicht!”, flüsterte ich innerlich und spürte ein seltsames Gefühl in der Magengrube. Meine Lieblingspferdereihe auf dem Büchertrödel? Hier in der Bücherei? Und ich hatte ein Jahr lang nicht bemerkt, dass sie überhaupt im Regal war?
Zum Glück hat das Mädchen auf meine telepathischen Versuche reagiert, sie vom Kauf abzulenken. Vielleicht sahen ihr die Bücher auch zu schäbig aus. Jedenfalls warf ich mich wie eine wilde Wölfin darauf, kaum hatte die Familie die Bücherei verlassen.
Die ersten drei Bände! Und es ist tatsächlich die Pferdeserie, die ich damals am meisten geliebt habe! Und jetzt lese ich sie langsam und mit Genuss, freue mich, dass sie sehr gut geschrieben ist und bin gespannt auf das Wiedersehen mit der großen Liebe meines damals zehnjährigen Daseins: Danny Boy
(kommt in Band 2). Wahrscheinlich muss ich mir anschließend die anderen Bände auch noch besorgen.
Ob ich heute vielleicht Kitschromane lesen würde, wenn damals in den Liebesromanen mehr Pferde vorgekommen wären? Highländer ohne Pferd sind ja immer im Trend, aber ohne Pferd hatte ich wenig Spaß daran. SF mag ich sicher auch nur, weil bei “Sabre Rider” mechanische Pferde unterwegs sind *lach*

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gbwolf on Feb 3rd 2009
Eine gute Frage, die ich mir immer wieder selbst stelle, wenn ich an meinem Blog vorbeikomme. Vor allem bedeutet das im Moment, dass ich viel und Brav in der Bib arbeite, weil die Leute uns auch 2009 nicht missen möchten und in Scharen zu uns strömen – was uns einerseits natürlich sehr freut, andererseits natürlich auch anstrengend ist. Vor allem die Schüler mit ihren Facharbeiten und referaten sorgen dafür, dass es nie langweilig wird und man geistig beweglich bleibt. Was für anspruchsvolle und schwer zu recherchierende Themen! Da ärgere ich mich manchmal, dass es soetwas zu meiner Zeit noch nicht gab, denn es ist eine sehr gute Vorbereitung auf die Haus- und Abschlussarbeiten an der Hochschule.
Abends vergrabe ich mich dann mit Open Office, denn ich habe mich ja erst Ende 2008 wirklich entschieden, was ich zum Heynewettbewerb schicke und dann gibt es noch andere Leseproben, Exposés und natürlich auch Texte, die ich für andere testlese.
Um es kurz zu fassen: Es passiert nix Spannendes!
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gbwolf on Jan 11th 2009
Ja, was macht man eigentlich, wenn man eine Bibliothek mit 150.000 Medieneinheiten hat und umbauen muss? Tausende Umzugskartons kaufen?
Geht auch praktischer. Die Stadtbücherei in Heidelberg (in der ich übrigens Praktikum gemacht habe), hat einfach die Leihfrist für alle Medien auf 4 Monate erhöht und die Leute kamen mit Kisten und Körben, um sich für die ausleihfreie Zeit mit Lesestoff einzudecken. 30.000 Sachen sind wohl übrig geblieben, verglichen mit dem Gesamtbestand ein Klacks!
Dann mal gespannt auf die Berichte, ob auch alles wieder zurückgegeben wurde und ja nicht alles am ersten Ausleihtag (also ob die Staffelung der Rückgabetermine funktioniert hat).
Ansonsten: Klasse Idee!
http://www.stadtbuecherei-heidelberg.bib-bw.de/temp/baustelle.htm
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gbwolf on Aug 18th 2008
Jetzt kann man den Lesern mal ganz genau vorrechnen, welchen unschätzbaren Wert wir für sie haben und wie günstig unsere Jahresgebühr im Vergleich zu einer Einzelabrechnung ist.
Bibliotheksrechner im Bibliotheksportal
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gbwolf on Aug 4th 2008
Unter dem Motto “Schock deine Lehrer – lies ein Buch!” (Blog unseres SLCs) hatten wir in diesem Jahr knapp 400 lesewütige Kinder erwartet. Angemeldet haben sich knapp über 200, jeweils halb und halb für den Juniorclub (3. und 4. Klasse) und für die älteren Schüler.
Zum Glück, möchte ich derzeit sagen! Nicht, weil ich es nicht gern sehe, wenn Kinder mit Hingabe lesen, aber unsere Ausleihe bricht unter dem begeisterten Ansturm beinahe zusammen. Trotz des guten Wetters schafften es heute angenehm viele Menschen bis zu uns und wir hatten erstaunlich viele Neuanmeldungen. Dazu kamen dann um die 13 Kinder mit einem bis fünf Büchern. Sommerleseclub bedeutet, dass wir uns anhören, was die Kinder gelesen haben – und sie erzählen es mit Stolz. Das ist wirklich toll, ich höre ihnen gern zu, hole mir Tipps ab, was gerne gelesen wird, was nicht so gefallen hat und wie begeistert die Kinder sind. Leider kostet es Zeit, extrem viel Zeit, denn jemand in der dritten Klasse tut sich teilweise noch schwer mit dem Zusammenfassen und erzählt einfach alles über das Buch. Das ist unheimlich anstrengend und es tut mir leid, wenn ich die Kinder unterbrechen muss, weil jemand ein Buch sucht, eine Fernleihe tätigen muss oder sich anmelden möchte.
Zwei Wochen wird sie noch über uns rollen, die Begeisterung. Das werden wir schon hinbekommen und dann kommen hoffentlich auch viele Kinder zu unserer Abschlussparty. Eins ist jedenfalls klar: Von Leseunlust und Leseflaute ist weniger zu spüren, als oft in den Zeitungen porpagiert wird. Das liegt auch daran, dass es – zum Glück – heute eine so wundervolle und spannende Auswahl an Jugendbüchern gibt.
Für das nächste Jahr wünsche ich mir von den Verlagen mehr SF, mehr Thriller, mehr Fantasy … für Jungen. Denn die sind leider in der Minderheit, auch wenn sie nicht weniger begeistert lesen, wenn sie einmal das richtige Buch in die Hand bekommen, als die Mädels. Oder wir sollten überlegen, ein paar Sachbücher ins Programm zu nehmen. Ob Coding for Fun Lesebegeisterung wecken kann?
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