Dummligenz
Lieber Pollen auf dem Netbook als Viren auf der Festplatte.
Schreiben, Eis und Bibliothekschaos
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Lieber Pollen auf dem Netbook als Viren auf der Festplatte.
Wie ist der Stand der Dinge? Na eigentlich wie immer zur Zeit: CSS noch immer rudimentär, bisschen viel zu tun, viel Zugfahren (Wenn die GDL nicht wieder die Pendler bestreikt. Was wollen die von uns?).
Ab dem 4. April arbeite ich in der Stadtbücherei Witten, wieder näher am Pott und wieder in kleinerem Rahmen in einem sehr schwungvollen Team. Es gibt natürlich viel, das ich an Aachen vermissen werde und das ist nicht nur mein Naturwissenschaftsregal, aber 2-2,5 Stunden pendeln pro einfacher Fahrt, das plättet einen ganz schön.
Studieren werde ich natürlich weiter und zittere schon vor der Masterarbeit ab Herbst. An mir ist kein Akademiker verloren gegangen.
Die SF-Novelle für Harri ist seit gestern fertig und zwar genau seit 5 vor 12; einen leichten Sinn für Dramaturgie muss man als Autor ja behalten.
Das Japan-Jugendthrillerexposé liegt aufgrund der aktuellen Ereignisse natürlich auf Eis.
Dafür ist die Nachtmahr weiter unterwegs und die Reaktionen schmeicheln bislang schon meinem Ego.
Ansonsten warte ich weiterhin darauf, mal alt und klug zu werden, statt immer nur altklug, lebe mit stressbedingten leichten Gedächtnislücken und genieße das Neandertal. Hat mir heute doch glatt wieder ein paar schöne Bilder in den Kopf gesetzt, die ich sicher in der einen oder anderen Nachtmahrszene verwenden werde.
Japan
Nicaragua
Namibia
Alaska
Irgendwo werde ich in den nächsten Monaten hoffentlich per Kopfkino viel Zeit verbringen.
“Tsunami”, damit haben wir anno dazumal (Klasse 9?) mal mit unserer Deutschlehrerin dieses Spiel gespielt, bei dem man möglichst glaubhaft Fremdwörtern eine andere Bedeutung gibt und seine Mitspieler reinlegt. Da ich damals schon so auf dem Schlauch stand wie im Moment (Mir fällt der Name des Spiels nicht ein! “Nobody’s perfect”?), machte ich kurzerhand “Zunami” draus und eine Nebenwüste der Namib. Glaubten mir immerhin fast alle, die nicht an die öde “Riesenwelle” glaubten.
Jahre später holt sie mich wieder ein, die Welle. Mein Vater sagte noch am Wochenende noch so schön, dass alles immer auf einmal kommt und jetzt kam noch mehr.
Zum einen werde ich mich recht überraschend beruflich in eine andere Stadt begeben und das ist dann wahrscheinlich für lange Zeit der letzte Standortwechsel. Dann habe ich die erste Abrechnung für das Hörbuch bekommen, die ich auch noch nicht erwartet hatte und natürlich neigt das Semester sich dem Ende zu, was immer einen Riesenstress bedeutet. Gestern, als ich schon dachte, der Tsunami wäre mir bereits aufreichend über den Schädel gedonnert, hatte ich noch ein sehr nettes und sehr hoffnungsvolles Telefonat mit meiner Agentin – in der Mittagspause. Man hat ja Stil. Ok, ich hätte es nie bis Donnerstag früh überlebt, damit zu warten. auch wenn nichts draus wird, hat es meiner Autorenseele doch sehr geschmeichelt (Künstler = Mimose).
Prioritätenliste:
- Semester bis Ende Februar überleben
- Bis Ende Februar Projekte für Semester 3 fertigplanen
- Währenddessen ein Exposé fertigbekommen, das zum Umhauen gut ist
- Bis Mitte/Ende März das nächste Sagenhörbuch schaffen
- Bis Mitte März die SF-Novelle fertigschreiben
- Bis zum Wochenende jede Menge Briefe schreiben, die schon längst überfällig sind
- Zwangsjacke bestellen.